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Besuchen Sie gerne unseren Social Media Kanal auf LinkedIn und lesen Sie das folgende Interview mit unseren neuen geschäftsführenden Gesellschafter. Oliver Arnold und Matthias Hummel geben einen Einblick in ihre Vorstellungen vom Retail der Zukunft und der Zukunft von Vizona.

„Wir machen uns stark für die Marktplätze von morgen“

Ab 1. Juli lenken vier neue, doch nicht unbekannte Hände die Geschicke des süddeutschen Ladenbauunternehmens Vizona. Mit Oliver Arnold und Matthias Hummel werden der bisherige COO und ein ehemaliger CEO Eigentümer und Geschäftsführer. Über den Management Buyout inmitten des Corona-Tiefs sind viele überrascht. Wer sind die beiden Männer, die gerade jetzt in die Zukunft von Einzelhandel und Shopfitting investieren?

„Mit unseren Fähigkeiten ergänzen wir uns perfekt für die gemeinsame Führung.“
Oliver Arnold, Geschäftsführer Vizona

Oliver Arnold und Matthias Hummel, Vizona ist alles andere als Neuland für euch. Ihr seid beide im Unternehmen „groß geworden“.

OA: Uns verbindet eine große Loyalität gegenüber Vizona. Wir haben uns quasi gegenseitig in der Firma über zwanzig Jahre aufwachsen sehen. Jeder hat ganz verschiedene Stationen und Abteilungen durchlaufen und hier zu seinem Kernbereich gefunden. Matthias ist Projektierer mit Leib und Seele und ich schätze an ihm seine untrügliche Leidenschaft fürs Handwerk. Gleichzeitig war er schon immer ein Visionär.

MH: Oliver ist Vollprofi im Supply Chain Management, mit dem notwendigen Feingefühl für Strategie und Kommunikation. Er behält mit seinem vollumfänglichen Verständnis Projekte in ihrer Komplexität und Ganzheitlichkeit im Blick. Darauf kann ich vertrauen, während ich mehr an der Frontseite unterwegs bin. Mit unseren Fähigkeiten ergänzen wir uns perfekt für die gemeinsame Führung.


Der wachsende Onlinemarkt macht dem stationären Handel schon seit Jahren Druck. Jetzt fehlen ihm zusätzlich ganze Monate des Umsatzes. Warum glaubt ihr an eine Zukunft für Mode-, Kauf- und Autohäuser?

MH: Seien wir ehrlich, Corona wird erhebliche Auswirkungen auf den Markt haben. Das hat aber auch das Bewusstsein geschärft, wie nötig Veränderungen sind. Wir werden neue Denkmodelle sehen, eine neue Kundenansprache, neue Räume. Und wenn sich unsere Kunden für ein sozialeres und anregenderes Einkaufsgeschehen stark machen, warum sollten wir nicht mitmachen?

OA: Der Lockdown hat uns vor Augen geführt, welche soziale Frustration entsteht, wenn wir alle nur noch von zu Hause aus einkaufen. Mit der Öffnung strömen die Leute ja gerade förmlich nach draußen, um etwas gemeinsam zu erleben. Niemand will tote Innenstädte. Der Retail muss diese Energie nur mit überraschenden Konzepten auffangen.

MH: Wir wollen allerdings nicht so tun, als wüssten wir, wo die Reise genau hingeht. Wenn morgen plötzlich Health durch die Decke geht und Apotheken die Marktplätze der Zukunft sind, werden wir parat stehen. Gleichzeitig wollen wir mit unseren Kernbranchen wie Fashion und Automotive weiterhin unterwegs sein und Kreativität unterstützen.

„Wir haben die Zeit der Pandemie genutzt, um zu hinterfragen, wie wir auf die neuen Herausforderungen und Ziele unserer Kunden am besten eingehen können.“
Matthias Hummel, Geschäftsführer Vizona

Müsst ihr euch dafür auch selbst neu erfinden?

OA:Heute ist eine schnelle Preisfindung gefragt und dass man danach ebenso schnell in die Bemusterungsphase kommt. Das gelingt nur, wenn man auch an seiner internen Struktur arbeitet. Das haben wir getan. Wir verlassen die Abteilungsdenke und führen Kompetenzen je nach Projektanforderungen zusammen. Interne Übergaben mit Reibungsverlusten gibt es da nicht mehr.

MH: Wir haben die Zeit der Pandemie genutzt, um zu hinterfragen, wie wir auf die neuen Herausforderungen und Ziele unserer Kunden am besten eingehen können. Wir wollen wieder agiler werden. Dafür war die Konzentration der Kompetenzen hier am Standort Weil am Rhein dringend notwendig. Zusätzlich holen wir unsere technische Kompetenz ins Key Account Management. Das heißt, der Kunde begegnet bei uns von Anfang an Ansprechpartnern, die das Projekt inhaltlich und fachlich verstehen und nicht nur etwas verkaufen wollen.

OA: Was wir selbstverständlich beibehalten und unsere Kunden seit Jahren schätzen, ist die eigene zentrale Logistik mit Qualitätssicherung, Endmontage und Versand. Diese Leistungen sind wesentlicher Bestandteil von gelungenen Projekten und wir genießen in diesem Bereich bereits großes Vertrauen.


Wird Vizona auch in der Region Südbaden bleiben?

MH: Darüber müssen wir eigentlich nicht nachdenken. Das Dreiländereck ist extrem vielseitig. Die direkte Anbindung an die Schweiz und Frankreich und die Nähe zu Italien und Österreich ist nicht nur logistisch von Vorteil. Zwischen den Grenzregionen von Südbaden, Elsaß und Schweiz gibt es auch einen sehr lebendigen kulturellen Austausch. Es gibt Weinbaugebiete, viel Sonne, der Schwarzwald, das Jura und die Vogesen sind nicht weit. Kurz: Wir fühlen uns hier sehr wohl. Und wir sehen auch unsere Verantwortung, Arbeitsplätze für die Region zu bieten und zu sichern, wo es uns möglich ist.


Wir sind weiterhin für Sie erreichbar unter:
T +49 7621 702 4000
E-Mail: info@vizona.com